Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die entgeltliche Bewertung, Dokumentation und gegebenenfalls Verkapselung von Trading Cards durch GR8.
1. Anbieter und Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über Card-Grading-Dienstleistungen zwischen der FUCODE Projects – Future Consulting & Development Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), Levetzowstraße 11a, 10555 Berlin, Deutschland, nachfolgend „Anbieter“, und ihren Kunden.
Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
2. Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
- Vertragsgegenstand ist die fachliche Zustandsbewertung der vom Kunden eingesandten Sammelkarten nach den für das gebuchte Paket beschriebenen Bewertungsmaßstäben.
- Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Produkt- und Leistungsbeschreibung. Er kann insbesondere die visuelle Prüfung, die Vergabe einer Gesamtnote und einzelner Teilnoten, die digitale Dokumentation, ein QR-verifiziertes Zertifikat, die Etikettierung, die Verkapselung in einem Slab sowie die Rücksendung umfassen.
- Eine Prüfung auf Echtheit, Manipulation, Restaurierung oder sonstige Veränderungen ist nur geschuldet, soweit sie im gebuchten Leistungsumfang ausdrücklich genannt ist.
- Die Bewertung ist eine fachliche, methodengebundene Einschätzung. Ein bestimmter Grade, ein bestimmter Marktwert, eine bestimmte Verkaufbarkeit oder die Übereinstimmung mit der Bewertung anderer Grading-Anbieter wird nicht geschuldet.
- Die Leistung stellt keine Anlageberatung, Wertgarantie oder verbindliche Verkehrswertermittlung dar.
3. Vertragsschluss
- Die Darstellung der Leistungen auf der Webseite ist kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung.
- Der Kunde gibt durch Abschluss des Online-Bestell- und Zahlungsvorgangs eine verbindliche Bestellung ab. Vor dem Absenden kann er seine Eingaben prüfen und korrigieren.
- Der Vertrag kommt mit ausdrücklicher Auftragsbestätigung, Zahlungsbestätigung mit Annahmeerklärung oder Beginn der Leistungserbringung zustande.
- Der Vertragstext und die Vertragsinformationen werden dem Kunden auf einem dauerhaften Datenträger, insbesondere per E-Mail, bereitgestellt. Vertragssprache ist Deutsch.
4. Preise und Zahlung
- Es gelten die im Bestellprozess angezeigten Gesamtpreise. Die Kosten der Einsendung der Karten an das Gradingzentrum trägt der Kunde und bezahlt sie an den von ihm gewählten Versanddienstleister. Der reguläre Rückversand vom Gradingzentrum an die im Auftrag angegebene Lieferanschrift wird vom Anbieter übernommen und ist im Leistungspreis enthalten.
- Nur ausdrücklich gewählte Zusatzleistungen, insbesondere eine abweichende Versandart, ein erhöhter Versicherungsschutz oder ein Versand außerhalb des angebotenen Standardliefergebiets, können gesondert berechnet werden. Solche Zusatzkosten werden vor Abgabe der Bestellung angezeigt.
- Die verfügbaren Zahlungsmethoden ergeben sich aus dem Bestellprozess. Soweit nichts anderes vereinbart ist, ist die Vergütung mit Vertragsschluss fällig.
- Der Anbieter darf die Bearbeitung bis zum Eingang einer fälligen Zahlung zurückstellen.
5. Einsendung und Mitwirkungspflichten des Kunden
- Der Kunde sendet die Karten auf eigene Kosten nach den bereitgestellten Versandhinweisen und unter Angabe der Bestell- oder Auftragsnummer an das Gradingzentrum ein.
- Der Kunde ist für eine stabile, feuchtigkeitsgeschützte und dem Kartenwert angemessene Verpackung verantwortlich. Eine nachverfolgbare und ausreichend versicherte Versandart wird empfohlen.
- Bis zum tatsächlichen Eingang beim Anbieter trägt der Kunde das Risiko der von ihm veranlassten Einsendung nach den gesetzlichen Bestimmungen.
- Der Kunde versichert, Eigentümer der Karten oder zur Beauftragung berechtigt zu sein. Rechtswidrige, gefährliche, feuchte, verschimmelte oder gesundheitsgefährdend verunreinigte Gegenstände dürfen nicht eingesandt werden.
- Notwendige Angaben zur Karte, zum Kartenhalter, zur Lieferanschrift und zu einem gewünschten zusätzlichen Versicherungsschutz müssen vollständig und richtig gemacht werden.
6. Annahme und Ablehnung eingesandter Karten
Der Anbieter kann eine Bearbeitung ablehnen, wenn die Karte nicht vom angebotenen Leistungsumfang erfasst ist, eine sichere Bearbeitung nicht möglich ist, erforderliche Angaben oder Zahlungen fehlen, ein konkreter Verdacht auf eine Fälschung oder unzulässige Reproduktion besteht oder die Sendung Personen, Betriebsmittel oder andere Gegenstände gefährden kann.
In diesem Fall wird der Kunde informiert. Die Karte wird nach Abstimmung auf Kosten des Anbieters an den Kunden zurückgesandt. Bereits rechtmäßig erbrachte und kostenpflichtige Prüf- oder Zusatzleistungen können nach den gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen berechnet werden.
7. Bearbeitung, Bewertungsverfahren und Ergebnis
- Die Bearbeitung beginnt grundsätzlich nach Eingang und Zuordnung der Karte, Eingang einer fälligen Zahlung sowie Vorliegen aller erforderlichen Angaben.
- Die Bewertung erfolgt nach den zum Zeitpunkt der Auftragsannahme veröffentlichten oder dem Kunden mitgeteilten Bewertungsmaßstäben. Je nach Leistung können insbesondere Zentrierung, Ecken, Kanten, Oberfläche, Druckbild und erkennbare Veränderungen berücksichtigt werden.
- Maßgeblich ist der Zustand im Zeitpunkt der Prüfung. Verdeckte Eigenschaften oder Manipulationen, die mit der vereinbarten und üblichen Prüfmethode nicht erkennbar sind, müssen nicht festgestellt werden.
- Eine Abweichung von der persönlichen Erwartung des Kunden oder von einer Bewertung eines anderen Anbieters ist für sich genommen kein Mangel.
- Offensichtliche Schreib-, Zuordnungs-, Zertifikats- oder Etikettierungsfehler werden im Rahmen der gesetzlichen Mängelrechte korrigiert.
8. Bearbeitungszeiten
Auf der Webseite genannte Bearbeitungszeiten sind voraussichtliche Angaben, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlicher Termin zugesagt wurden. Sie beginnen erst, wenn die Karte, alle erforderlichen Informationen und eine fällige Zahlung vollständig vorliegen.
Bei außergewöhnlichem Auftragsvolumen, zusätzlichen Prüfungen, technischen Störungen, höherer Gewalt oder Verzögerungen von Transportdienstleistern können sich die Zeiten verlängern. Der Anbieter informiert über wesentliche absehbare Verzögerungen.
9. Verkapselung, Zertifikat und QR-Verifizierung
- Soweit gebucht, wird die Karte in einem geeigneten Kartenhalter verkapselt und mit einem Etikett beziehungsweise Zertifikat versehen.
- Geringfügige material- oder herstellungsbedingte Abweichungen des Kartenhalters stellen keinen Mangel dar, sofern die gewöhnliche Schutz- und Präsentationsfunktion nicht beeinträchtigt wird.
- Durch Öffnen, Beschädigen oder Manipulieren des Slabs kann die Zuordnung zur ursprünglichen Bewertung und die Aussagekraft der Verifizierung entfallen.
- Der Kunde darf das Zertifikat und den Verifizierungscode bestimmungsgemäß nutzen. Eine Veränderung, Nachahmung oder Verwendung zur Täuschung ist unzulässig.
10. Rückversand
- Nach Abschluss der Leistung wird die Karte an die im Auftrag angegebene Anschrift zurückgesandt.
- Die Kosten des regulären Rückversands vom Gradingzentrum zum Kunden übernimmt der Anbieter. Der reguläre Rückversand ist im vereinbarten Leistungspreis enthalten.
- Versandart und vereinbarter Transportversicherungsschutz ergeben sich aus der Bestellung. Eine vom Kunden angegebene Wertschätzung ist keine Anerkennung eines objektiven Markt- oder Ersatzwertes.
- Kann eine Sendung wegen einer vom Kunden zu vertretenden unrichtigen Anschrift, Nichtannahme oder unterlassenen Abholung nicht zugestellt werden, können die notwendigen Kosten eines erneuten Versands verlangt werden.
- Der Kunde sollte äußerlich erkennbare Transportschäden unverzüglich dokumentieren und melden. Gesetzliche Rechte werden durch eine unterlassene Meldung nicht eingeschränkt.
11. Widerruf und freiwillige Stornierung
- Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht nach Maßgabe der gesonderten Widerrufsbelehrung zu.
- Der Versand der Karte, ihr Eingang beim Anbieter oder das Hinterlegen einer Sendungsnummer führen allein nicht zum Erlöschen des gesetzlichen Widerrufsrechts.
- Verlangt der Verbraucher ausdrücklich den Beginn der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist und widerruft anschließend vor vollständiger Erbringung, kann nach den gesetzlichen Voraussetzungen Wertersatz für bereits erbrachte Leistungen geschuldet sein.
- Das Widerrufsrecht erlischt bei einer kostenpflichtigen Dienstleistung erst mit vollständiger Leistungserbringung, wenn der Verbraucher zuvor ausdrücklich dem vorzeitigen Beginn zugestimmt und bestätigt hat, dass ihm der Verlust des Widerrufsrechts bei vollständiger Vertragserfüllung bekannt ist.
- Zusätzlich kann der Auftrag freiwillig kostenfrei storniert werden, solange die Karte noch nicht versandt und noch keine kostenpflichtige individuelle Leistung begonnen wurde. Diese freiwillige Regelung beschränkt das gesetzliche Widerrufsrecht nicht.
12. Eigentum und Zurückbehaltungsrechte
Das Eigentum an der eingesandten Karte verbleibt beim Kunden. Dem Anbieter stehen bei fälligen Ansprüchen die gesetzlichen Zurückbehaltungsrechte zu.
13. Mängelrechte
Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte. Bei einem behebbaren Mangel kann der Kunde zunächst Nacherfüllung verlangen, etwa durch erneute Prüfung, Berichtigung eines Zertifikats oder Etiketts oder erneute Verkapselung. Schlägt die Nacherfüllung fehl oder ist sie unzumutbar, gelten die weiteren gesetzlichen Rechte.
14. Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei Arglist, bei Übernahme einer Garantie und in Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Vertragsdurchführung erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf; hierzu gehört der sorgfältige Umgang mit der überlassenen Karte.
- Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
15. Marken und Rechte Dritter
Marken, Kartennamen, Logos und Produktbezeichnungen gehören ihren jeweiligen Rechteinhabern. Ihre Verwendung dient ausschließlich der Beschreibung und Zuordnung der Karten. Soweit nicht ausdrücklich angegeben, besteht keine wirtschaftliche oder organisatorische Verbindung zu den jeweiligen Markeninhabern.
16. Verbraucherstreitbeilegung
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, soweit keine gesetzliche Verpflichtung besteht.
17. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der ihnen durch zwingende Vorschriften des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts gewährt wird.
- Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Berlin Gerichtsstand, soweit gesetzlich zulässig.
18. Schlussbestimmungen
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die gesetzlichen Vorschriften und die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.